Sanierung des Hagneckkanals

Projektbeschrieb

Der Hagneckkanal ist ein Schlüsselwerk der Juragewässerkorrektion und für die Region von vitaler Bedeutung. Er leitet die Aare ab Aarberg in den Bielersee um und bewahrte das Seeland vor immer wiederkehrenden grossflächigen Überschwemmungen. Die häufigen Hochwasser der vergangenen Jahre haben den über 130 Jahre alten Hagneckkanal geschwächt. Mit einer umfassenden Sanierung des Bauwerks wurde die Hochwassersicherheit im Grossen Moos wieder hergestellt.

Die Sanierung des Hagneckkanals verfolgte folgende Ziele:

  • Wiederherstellung der Hochwassersicherheit
  • Schutz vor extremen Hochwassern
  • ökologische Aufwertung des Gewässerraums
  • Erhaltung des Naherholungsgebiets

Das Landschaftswerk leitete die Planung der ökologischen Aufwertungsmassnahmen, welche darauf abzielen, die bestehenden Defizite im und am Hagneckkanal auszugleichen und den Artenrückgang zu stoppen:

  • Aufweitung des Gewässerraums und neuer Seitenarm im Epsemoos (Bild unten links)
  • Aufwertung der Ufer und Vorländer sowie Querungshilfen für Wildtiere (Bild unten rechts)
  • Lebensraumaufwertungen im Hagneckeinschnitt, u.a. Flachwasserbuchten, Kleintümpel und Pionierstandorte
  • Offener Dammfussgraben für die Längs- und offener Entwässerungsgraben Hagnimoos für die Quervernetzung
  • Unterhaltskonzept und Erfolgskontrolle zur Sicherstellung der langfristigen Wirkung

Auftraggeber

Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern

Projektpartner

Geoplanteam Hutzli+Kluser, Nidau
Alnus AG, Ins

Auftrag

Leitung Ökologie und stellvertretende Projektleitung:
2007 – 2010 Wasserbauplan
2011 – Juni 2013 Bauausführung

Bilder

Gewässeraufweitung und neuer Seitenarm
im  Epsemoos
© 2015 Christoph Iseli

Bilder

Neue Flachwasserbuchten am Hagneckkanal
© 2013 Christoph Iseli