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Das Projekt „Integrierte Landschaftspflege im Seeland“ entsteht gegenwärtig im Rahmen der „Neuen Regionalpolitik des Bundes“ (NRP). Ausgehend von der » Projekteingabe vom 14. April 2009 [714 KB] ist die Projektarbeit in drei Phasen aufgeteilt:
- Phase 1: » Standortbestimmung / Analyse [949 KB]
- Phase 2: » Konzept Integrierte Landschaftspflege [923 KB]
- Phase 3: » Dokumentation Projektentwicklung Phase 1-3 [4'672 KB]

Ein Kompetenzzentrum Natur und Landschaft

Die Ausgangslage, die Hauptergebnisse der Phase 1 und der bisherige Projektablauf sind im ersten Kapitel zusammengefasst. Ein Workshop mit den Akteuren der ökologischen Landschaftspflege vom März 2010 hat die Wünschbarkeit der Schaffung eines Kompetenzzentrums Natur und Landschaft im Seeland klar bestätigt. Dieses soll drei Tätigkeitsfelder anbieten:Netzwerk LandschaftspflegeQualitätssicherung LandschaftspflegeIdeenpool
Als Querschnittsaufgabe kommt die zugehörige Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit dazu.

Perimeter und Struktur des Kompetenzzentrums

Als Kerngebiet umfasst der vorgesehene Perimeter das Gebiet des Vereins s.b/b, erweitert um die freiburgischen Gemeinden des Seebezirks im Grossen Moos; letzteres zur Erzielung einer landschaftlichen Einheit. Ein erweiterter Perimeter umfasst Gemeinden am Jurasüdfuss in den Kantonen BE, SO und NE.

Zur Bestimmung der anzustrebenden Struktur des Kompetenzzentrums wurden drei Varianten untersucht und verglichen. Im Vordergrund steht gemäss den Resultaten eine Integration unter dem Dach von seeland.biel/bienne oder unter demjenigen des bestehenden Landschaftswerkes. Der Entscheid soll auf Grund der Ergebnisse der kommenden Vernehmlassung erfolgen.

Tätigkeitsfelder

Mit dem Tätigkeitsfeld Netzwerk Landschaftspflege sollen die Akteure der ökologischen Landschaftspflege vernetzt, Schulung und Beratung angeboten, Freiwilligeneinsätze koordiniert und das Verständnis für die ökologische Landschaftspflege gefördert werden.

Mit dem Tätigkeitsfeld Qualitätssicherung Landschaftspflege soll die langfristige Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Qualität von naturnahen Lebensräumen im Seeland gesichert werden. Hauptmassnahme ist der Aufbau einer Wirkungskontrolle, verbunden mit der Festlegung der sich aus den Resultaten ergebenden Massnahmen (Regelkreis).

Mit dem Tätigkeitsfeld Ideenpool wird eine Plattform zur Initiierung von vorab regionalen Projekten im Bereich der ökologischen Landschaftspflege geschaffen. Ideen sollen gesammelt und gefördert, ökologische Ersatzmassnahmen koordiniert und in günstige Bahnen geleitet werden. Die tatsächliche Realisierung erfolgt durch verschiedenste Partnerorganisationen und weitere Stellen.

Mit der Querschnittsaufgabe Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sollen die Angebote des Kompetenzzentrums den Akteuren im Bereich ökologische Landschaftspflege, besonders aber auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Der Aufbau von Datenbanken und ein Internetauftritt sind Grundlage und wichtige Bestandteile aller Angebote.

Kosten und weiteres Vorgehen

Im Kapitel 4 sind die Kosten und die mögliche Finanzierung zusammengestellt. Die gesamten Kosten für den Aufbau werden auf CHF 290‘000 geschätzt. Die jährlichen Kosten wurden ebenfalls abgeschätzt, sie können je nach Aktivität unterschiedlich ausfallen.

Als nächster Schritt ist in den Monaten April-Mai 2011 eine breite Vernehmlassung mit Informationsveranstaltung vorgesehen.

Die Entwicklung des vorliegenden Konzepts wurde finanziert durch Beiträge des Kantons (AGR und ANF), von s.b/b, LOS, Biotopverbund, Landschaftswerk sowie der Stiftung Netzwerk Bielersee. In einem zweiten Schritt soll bis Ende 2013 das Kompetenzzentrum mit dessen drei Tätigkeitsfeldern aufgebaut werden. Dieser Aufbau soll im Rahmen der neuen Regionalpolitik des Bundes finanziert werden.

Das vorliegende Projekt ist einzigartig und innovativ – es soll zum Vorbild für andere Regionen werden!